Effata 2019 in Heppenheim

Erstes nationales Graltreffen in Morelos / Mexiko

Der Internationale Rundbrief vom März 2019 hat drei Seiten gefüllt mit Berichten über das 1. nationale Treffen der mexikanischen Gralgruppen. Mehr als 50 Teilnehmerinnen kamen vom 21. – 23. Februar in Morelos mit dem Internationalen Leitungsteam zusammen. Sie reisten aus Norden und Westen und verschiedenen Regionen Zentral-Mexikos an. Ihre bunte, bestickte Kleidung ließ sie als Angehörige verschiedener Kulturen erkennen. Rosaurora Espinosa, eine der ersten mexikanischen Gralfrauen und Maria Luisa berichten über den Verlauf der Tage. Es gab viele Gelegenheiten und Programme zur Begegnung der Frauen, für die weit entfernten Gralgruppen, z.B. die Diskussion über das Visions-Dokument des Internationalen Gral.

Rosaurora schrieb: Wir fanden kreative Bilder und Szenen, die unser Verständnis der Texte reflektierten. Es war ein sehr wichtiger Moment, in dem den vielen Anwesenden, die nicht Gral-Frauen sind, ein Text vorgestellt wurde, der unsere Identität deutlich zeigt und anschließend eine Diskussion erfolgte. Mit einem Podiumsgespräch wurde die Situation der Frauen in Mexiko vor Augen geführt. Drei der Vortragenden hatten jahrelang Erfahrung bei der Mitarbeit in ‚the feminist social movement in Mexico‘.

Mehrere Stunden im Programm wurden genutzt, um die Projekte und Aktivitäten der Gralgruppen aus den unterschiedlichen Regionen kennen zu lernen. Maria Luisa schrieb: „Es war deutlich, dass die Arbeit, die von Gral-Frauen in Mexiko entwickelt wurde, meiner Meinung nach auf vier Kernelementen: Bildung, Generationen übergreifend, kulturelle Vielfalt und auf Werten beruht.“ Rosaurora wies auch auf die Vielfalt der Methoden hin, die alle dazu dienen, die Bedingungen für mehr Gerechtigkeit und Frieden zu verbessern.

Ein Höhepunkt des nationalen Treffens war am 22. Februar eine Feier mit Maria Mc Dermit, die 1966 als erste Gral-Frau in Mexiko die weiteren Frauen für die Gralbewegung interessieren konnte. Sie arbeitete damals als Krankenschwester mit der Weltgesundheitsorganisation zusammen.

Gerda Kaufmann

Besinnungstage im Benediktinerkloster Schweiklberg in Niederbayern

von Maria Schwab

 Als vertraute Gruppe von Gralfrauen ist es uns immer wieder ein Anliegen, von Zeit zu Zeit (etwa alle 2 Jahre) miteinander tiefer einzutauchen in unsere Glaubensgeheimnisse. Die Fastenzeit ist dazu eine besonders geeignete Zeit im Jahreskreis und so war unsere Freude groß, dass die Geistliche Mentorin der Diözese München-Freising, Frau Carola Holzmann wieder die Tage mit uns teilte. Unser Thema war: Dies ist die Nacht – österliche Lichtspuren. Annäherungen an die liturgischen Texte der Osternacht. 9 Frauen der süddeutschen Gralgruppe trafen am 15. März abends im Gästehaus der Abtei Schweiklberg bei Passau ein und der Abend schenkte uns die Möglichkeit, den Papstfilm „Franziskus – das Wort“ zu sehen und auf uns wirken zu lassen. Der Schwerpunkt unseres Treffens waren die alttestamentlichen Lesungen der Osternacht, die in ihrer tiefen theologischen Bedeutung nie voll erspürt werden können. So können wir z.B. in der Schöpfungsgeschichte (1. Lesung) erkennen, dass von Gott her „herrschen“ immer als „hüten“ zu verstehen ist. Der Mensch wird herausgerufen aus dem Chaos und Gott schafft Ordnung (Gen 1,1). Die 2. Lesung berichtet von der Rettung vor Zukunftslosigkeit (Gen 22) und in der 3. Lesung wird deutlich, dass Gott nicht die Knechtschaft seines Volkes will (Ex 14) und einen Neuanfang ermöglicht. Eine der prophetischen Lesungen spricht von Gottes ewiger Treue und seiner Einladung zur Fülle: „hört, dann werdet ihr leben!“ (Jes 55). In der neutestamentlichen Lesung aus dem Römerbrief wird uns zugerufen: Sind wir nun mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden! (Röm 6, 3-11). Zwischendurch wurden wir reich beschenkt mit Bildmeditationen, mit Gesängen und meditativen Tänzen und einem sehr aussagekräftigen Bodenbild, das uns bis Sonntagmittag immer wieder hinführte auf das Geschehen der Osternacht. Ein besonderer Höhepunkt war die Betrachtung des „Exsultet“, das feierliche Osterlob der Kirche. Es stammt aus dem 4. Jh. und jubelt: O wahrhaft selige Nacht, die Himmel und Erde versöhnt, die Gott und die Menschen verbindet!

Schnell ging dieses erfüllende Wochenende vorbei und bereichert, froh und dankbar begaben wir uns bei strahlendem Sonnenschein am Sonntag wieder nach Hause.

 

 

Auf gute Nachbarschaft! Besuch des „Steering Team“ vom Gral in den Niederlanden.

Die gemeinsame Geschichte der Gral Gruppen von den Niederlanden und Deutschland reicht weit zurück. Über die Jahrzehnte hinweg gab es immer wieder Einladungen, gemeinsame Treffen und Austauschrunden, von Frau zu Frau und von Leitungsteam zu Leitungsteam. Von 1998 bis 2009 sogar regelmäßig im Jah-resabstand. Skype Konferenzen aller Europäi-schen Gral Länder, eingeführt vom ILT, ließen die Nachbartreffen in den Hintergrund treten. So markierte ein Arbeits-Ferien-Aufenthalt in Braulins/Italien 2009 von Nationalen Leitungs-team Mitgliedern der Niederlande, Deutschland und Italiens das vorläufige Ende der gegensei-tigen Besuche.

Bei der Beerdigung von Mieneke Hage wurde eine Wiederbelebung vorgeschlagen. So ka-men am 06. März 2019 vier vom sogenannten niederländischen Steering Team: Elly Koenig, Gezien van der Leest, Hilde Debacker und Marthe Link nach Mülheim, wo sie von Silvana Ferraguti, Maria Kaiml, Christa Werner und Gerda Kaufmann erwartet wurden.

Die katholische Akademie, Wolfsburg, dem Gralzentrum nahe gelegen, diente zur Unter-kunft der Gäste und zur Verpflegung aller, bis zur Abfahrt am 07. März am späten Nachmit-tag.

Vorstellung, Berichte der augenblicklichen Situation, neue Initiativen, Zukunftsperspekti-ven, Sorge und Pflege Alter und Kranker, plus evtl. ein Europatreffen waren die im Vorfeld aufgestellten Themen. Gesprächseinheiten im Gralzentrum und in der Wolfsburg brachten viele Inspirationen, Gemeinsamkeiten, unter-schiedliche Ansätze und Motivationen. Es brauchte keine zeitliche Agenda, die Punkte gingen ganz organisch von einem Thema zum nächsten. Ein wunderschön und ansprechend gestaltetes Programmheft – mit dem Bild des Wandteppichs vom Gralhaus in Utrecht, der aus Südafrika mitgebracht worden war, gibt sehr professionell die vielen Angebote wieder: Lesungen, Konzerte, Tanz- Inspirations- und Meditationstage, Filmnachmittage, Zen- Kurse und Vieles mehr.… die Kreativität ist beeindruckend! Persönliche Gespräche, Gastgeschenke, gemütliche Kaffeerunden machten das Beisammensein zu einem Fest.

Der Vorschlag sich 2020 zu einem langen Wochenende mit interessierten Gral-Frauen beider Länder, in der Wolfsburg zu einem Pro-gramm zu treffen, wurde mit großer Begeiste-rung aufgenommen. Leider war das Tagungs-haus zu allen eingebrachten Terminen ausge-bucht – ein Gegenbesuch in den Niederlanden, für Ende August, Anfang September 2019 danach vorgeschlagen steht noch zur Diskus-sion.
Ein großer Dank gebührt unseren Gästen und ihrer Offenheit! Christa Werner

Wir sagen: Herzlichsten Dank!

Seit 2012 unterstützt die Heinz-Horst-Deichmann-Stiftung die Arbeit der „Internationale Initiative Hochfeld“ mit einer großzügigen Spende.
Damit wurden und werden die Förderkurse für Grundschulkinder aus dem Stadtteil finanziert.
Im Namen des Vorstandes und der Mitarbeitenden
Silvana Ferraguti (1. Vorsitzende) 13.03.2019.