AKTUELL

 

Adventsfeier im Gralzentrum Mülheim

Victoria Ortega

Gerade zwei Wochen waren nach dem großen Global-Gral-Erinnerungsfest vergangen, da feierten wir schon wieder den Advent auf Weihnachten zu. Wir waren ein ansehnlicher Kreis, der das kleine Gralzentrum füllte, das festlich geschmückt und erleuchtet strahlte. Wir nahmen uns Zeit, zum Ankommen bei Tee und Kaffee, weihnachtlichem Gebäck und vor allem zum privaten Austausch untereinander.

Das Thema der nachfolgenden Feier war MARIA, nachdem in den letzten Jahren Barbara und Luzia im Mittelpunkt standen. Es gab von Helma eine ausgesuchte irische Instrumentalmusik zur Einstimmung, und ein Gedicht von Novalis aus seiner Zeit, wo er MARIA in 1000 Bildern ausgedrückt, sieht. Danach waren wir, jede Einzelne gefragt, was MARIA in unserem Leben für eine Bedeutung hat. Zu gerne hätte ich noch die Stellungnahme derer gehört, die sich nicht geäußert haben. Jedenfalls war diese Runde in ihrer Vielfalt auch in der Intensität der Wahrnehmung ein Beispiel für das, was im globalen Gral diskutiert wurde (Diversität). Das interessierte und respektvolle einander Zuhören öffnet Türen und lehrt Wege zu finden. Das war jedenfalls das, was ich mitgenommen habe aus dieser Feier und was mich bis heute in Gedanken nicht loslässt.
Die adventliche Feier nahm ihren Lauf mit einer kleinen Lesung aus dem Lukasevangelium nach Eugen Drewermann und mit einem Sitz-Gesten-Tanz, an dem alle teilhaben konnten. Den jubilierenden Abschluss fanden wir mit dem Magnificat-Kanon, der sogar richtig gut klappte. Auf den Heimweg machten wir uns dann gestärkt mit einem guten Süppchen. So war der Nachmittag eine Zeit zum Innehalten, zum Kontakten und sich freuen.

Für mich wirkt das Erlebte noch nach. Meine Gedanken kreisen immer wieder um MARIA, derer Gedenken die vorweihnachtliche Feier gewidmet war. MARIA hat den Auftrag angenommen, hat sich auf den Weg gemacht, hat IHN geboren und begleitet, auch bis zum anscheinend bitteren Ende. Sie war da und hat gehandelt. Dafür ist sie Vorbild und gibt Kraft für uns Menschen, die wir jede in ihren „Grenzen und Bereich“ gefordert werden – nach Adalbert von Chamisso: Die alte Waschfrau.

Und - vielleicht auf ein Wiedersehen am 29.01.2012, wenn das Internationale Leitungsteam, aus Utrecht kommend, für einen Nachmittag in Mülheim zu Besuch sein wird.

 

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EFFATA- Frauen unterwegs zu gemeinsamer Spiritualität:

Tagung vom 17. bis 19.Februar 2012 im Haus am Maiberg, 64646 Heppenheim
Thema "Aufbruch...Neuanfang",
Anmeldung bis 13.01.2012, Infos, Gralzentrum, Mülheim/Ruhr,
Tel. 0208-51647, e-mail gralzentrum@grail-germany.de

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Die Gralfrauen aus Schweden laden wieder interessierte Frauen nach Sobrado/Spanien:

Thema: "Du zeigst mir den Pfad zum Leben" (Ps 16,11)
vom 23. bis 29. April 2012
Kosten: € 35.- EZ u. Vollpension
Kontakt: Kerstin Jacobsson (kerstin.jacobsson@ownit.nu) oder Bibi Helgesson (bibi.h@telia.com)
Informationen über das Zirstienser Kloster: www3.planalfa.es/sobrado/sobrado.htm

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90 Jahre Gral am 23. November 2011

Unter der "Wolfsburg" hatte ich mir ein anderes Haus vorgestellt, eines, das der Name sugge-riert.
Aber "Die Wolfburg", das Haus der Katholischen Akademie in Mülheim/Ruhr, war modern, licht und großzügig.
In diesem Ambiente beging die "Internationale Bewegung Christlicher Frauen - Gral" den 90. Jahrestag ihrer Gründung 1921 in den Niederlanden.
Geladene Gäste, an die 70 oder 80 Personen, ein Sektempfang mit charmanter Begrüßung durch Frau Silvana Ferraguti, der Vorsitzenden.
Viele der anwesenden Frauen trafen sich nach Monaten, teilweise nach Jahren oder Jahrzehnten wieder - lebhaftes Begrüßen auch untereinander, anteilnehmendes Plaudern, Betrachten der Fotos auf einigen Stellwänden zur langen Geschichte des Gral.
"Da war ich noch keine 30 Jahre alt", sagte eine Frau mit Silberhaar und deutete auf ein Gruppenfoto.
Erinnerungen, Geschichten, Anekdoten über Begegnungen, gemeinsame Arbeit, Diskussionen, Strategien, neue Arbeitsfelder. Begegnung auch bei christlichen Festen, beim gemeinsamen Feiern, Schulungen, Arbeit mit Migranten im Umfeld, Meditations- und Bibelgruppen, und der Blick nach draußen, die Vorbereitungen auf die Jahre im Ausland, die Arbeit vor Ort in verschiedenen Ländern, vorwiegend Afrika, der Aufbau diverser nationaler Gral-Zentren.
Nach dem sehr persönlichen und fröhlichen Begrüßen untereinander wurde - souverän moderiert von Frau Dr. Marita Estor - der Abend mit dem Vortrag von Frau Dr. Regina Heyder fortgeführt über ihre Forschungsarbeit zur 90 jährigen Geschichte des Gral.
In der Pause standen Fingerfood bereit und Getränke.
Danach berichteten einige Zeitzeuginnen von ihrer Arbeit, ihren Tätigkeiten und ihrem Leben im und mit dem Gral - Frau Dr. Estor erlaubte zwar nur 5 Minuten, aber kaum eine konnte diese Zeit einhalten - die Biografien waren zu vielfältig.
Einem optimistischen Ausblick in die Zukunft waren die Beträge von Frau Christa Werner (international) und Frau Silvana Ferraguti (national) gewidmet.

Ich war als Gast eingeladen - und, obwohl ich eine Fremde war, fühlte ich mich zu keinem Zeitpunkt 'nicht dazugehörig'. Man kennt das ja, eingeladen zu sein, niemanden zu kennen und auch von niemandem angesprochen zu werden oder sich an einem Gespräch beteiligen zu können...
Unter den Gral-Frauen war das ganz anders. Durch ihre Offenheit und aufmerksame Zugewandtheit beziehen sie wie selbstverständlich auch Unbekannte mit ein, erlauben so einen Zugang, dass der Gedanke, sich deplaciert zu fühlen, gar nicht aufkommt.
"Wenn zwei oder drei ... beisammen sind, bin ich mitten unter ihnen..." Vielleicht ist es das.

Ich wünsche dem Gral und den Frauen des Gral weiterhin eine hoffnungsvolle Zukunft im Sinne ihrer Aufgaben und ihrem christlichen Engagement.

November 2011 / Sigi Stecher




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90 Jahre
Internationaler Gral- Geburtstagsfeier
in Tutzing

Die Gralgruppe in München hat zu einem Besinnungswochenende
vom 28.-30. Oktober 2011 in ein Tagungshaus der Missionsbenediktinerinnen
in Tutzing am Starnberger See eingeladen.
Gleichzeitig stand die Feier der 90 Jahre Internationaler Gral an.
18 Frauen kamen am Freitagabend zusammen. Auch Gralfrauen aus NRW und Hessen reisten an. Einige interessierte Frauen mussten ihre Teilname aus Alters- und Krankheitsgründen absagen.
Frau Dr. theol. Regina Heyder, Uni Bonn hielt Freitagabend einen Vortrag über die Geschichte des Gral in Deutschland, die sie aus Gral Unterlagen und in auswärtigen Archiven bei ihrer einjährigen Forschung ermittelt hat. Sie versetzte uns in die Vergangenheit in Berlin, Bonn, Münster, München und Mülheim an der Ruhr zurück. Für die Zuhörerinnen sehr spannend und selbst für langjährig Zugehörige war einiges unbekannt. Anschließend hat Frau Irmgard Bsteh als Zeitzeugin die Gralgeschichte in München dargestellt.
Frau Carola Holzmann, geistliche Mentorin in der Diözese München-Freising, leitete am Samstag „Bibelteilen“ kompetent und einfühlsam. Wir saßen im Kreis um eine gestaltete Mitte, in der auch 3 Kerzen aus Utrecht brannten. Die niederländischen Gralfrauen hatten dort am 15. Oktober 2011 die 90 Jahre gefeiert.
Wir befassten uns mit Psalm 84. Zuerst wählten wir einen der auf Karten ausgelegten Begriffe, wie Pilgerweg, Quellengrund, Schwelle, Segen, der uns persönlich ansprach aus und reflektierten. Jede konnte ihren ausgewählten Begriff erläutern.
Die Lesung des Psalms und die Kommentare dazu vertieften unser Verständnis des Textes und bereicherten die Verbundenheit untereinander.
Die Seligpreisungen aus der Bergpredigt des Mathäusevangeliums waren nachmittags das zentrale Thema. In kleinen Gruppen besprachen wir eine Seligpreisung unserer Wahl mit unterschiedlichen Übertragungen des originalen Textes. Diese gemeinsame Besinnung war für alle eine tiefe und gute Erfahrung.
Der krönende Abschluss war die Eucharistiefeier mit Prälat Dr. Wolfgang Schwab. Am Abend wurde mit Tänzen, Sketchen und Liedern gefeiert. Gelegenheit zu Gesprächen kam nicht zu kurz. Für das leibliche Wohl wurde gut gesorgt. Danke!
Berichte und Bilder von internationalen Graltreffen in Kleinmond/Südafrika, Mozambique und Pirapora/Italien erfreuten uns am Sonntagvormittag.
Christa Werner, Maria Schwab und Maria Bauernfeind hatten teilgenommen. Die Auswertung des Wochenendes zeigte, wie alle Teilnehmerinnen von dem intensiven guten Verlauf angetan waren. Die Nähe zum Starnberger See bei dem herbstlichen Sonnenschein bot einen angenehmen Rahmen.

Gerda Kaufmann

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